Historie in Deutschland

Auf dieser Seite informieren wir unsere Besucher über die  jüngere Geschichte der Großballei Deutschland des Lazarus Ordens, seit der Ordensreaktivierung in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts:

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Präambel:
In Deutschland gab es seit den 70er Jahren - analog der internationalen Trennung in zwei Obidienzen - eine spanische Jurisdiktion des Ordens unter dem damaligen spanischen GM und französische Juristdiktion des Ordens unter dem damaligen französischen Großmeister, zuletzt in der "Norwich-Group". Erst 2008 endete die internationale Trennung, seit dieser Zeit arbeiten und leben die bis dato getrennten Jurisdiktionen in Deutschland wieder eng miteinander und vereinten sich mit Wirkung vom 1. Januar 2012 zur Großballei Deutschland. Über die bisherige Geschichte des Ordens nach 1974 informieren wir Sie nachstehend:
 

1974

Wiederbelebung der Ur - Kommende Schlatt in der Großballei
 

1976

S.D. Paul Alfons Fürst von Metternich - Winneburg wird Großbailli der Großballei Deutschland des Lazarus - Ordens in Deutschland (französische Obidienz). In Berlin besteht eine selbstständige Kommende in der spanischen Obidienz
 


 

1992

S.D. Paul Alfons Fürst von Metternich stirbt am 21.September 1992 

1993

I.D. Tatiana Fürstin von Metternich - Winneburg tritt durch Wahl der deutschen Ordensritterschaft die Nachfolge ihres verstorbenen Mannes als 2. Großbailli der Großballei Deitschland an.

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1996

Unterschiedliche Auffassungen zu hospitalischen Fragen führt zur Trennung der Großballei und des LHW Lazarus Hilfswerk; deren Mitglieder vom GM getrennt von der Großballei zur Europäischen Humanitären Kommende erhoben werden, später Humanitäres Großpriorat Europa unter seinem Großprior S.E. Klaus - Peter Pokolm. Somit gibt es eine Dreiteilung in Deutschland.  
 

1998/99

In der "Johannisberger Allianz" verbinden sich Teile der damalige spanische und die damalige französische Obedienz zur "Großballei Deutschland des Militärischen und Hospitalischen Orden des Hl. Lazarus von Jerusalem".
S.D. Paul Alfons 5. Fürst von Metternich - Winneburg wird der 1. Großbailli der Großballei Deutschland. Ein Teil der Berliner Kommende bleibt spanisch (Kommende Berlin-Brandenburg), ein Teil verbindet sich mit der Großballei (Kommende Berlin-Ostelbien)  
 

2000/01

In Folge innerer Unstimmigkeiten in der Kommende Berlin- Ostelbien (damaliger Name) wechseln  8 Mitglieder unter Führung I.D. Dame Christa Irene Prinzessin zur Lippe in die bestehende Kommende Berlin-Brandenburg spanischen Obiedienz. Deren damaliger Großmeister ernennt später seine Kommende Berlin-Brandenburg zum Großpriorat Deutschland; I.D. Christa Prinzessin zur Lippe - später ihr Sohn S.D. Ernst August Prinz zur Lippe werden nacheinander dort Großprior. Damit bleibt in Deutschland die Trennung in zwei parallele Ordensgruppen - analog der internationalen Spaltung - bestehen.
 

2003

In Folge der schweren Erkrankung der Großbailli übernimmt verfassungsgemäß ein Triumvirat der Kapitelmitglieder Kanzler, Großreferendar und Justiziar die Leitung der Großballei Deutschland.

2006

I.D. Tatiana Fürstin von Metternich - Winneburg verstirbt am 26.Juni 2006 auf Schloss Johannisburg im Rheingau.

Im September wird in Prag die bisherige Verfassung des internationalen Ordens durch eine neue "Prager Verfassiung" ersetzt. Das Kapitel der Grossballei Deutschland hat festgestellt, dass diese neue Verfassung nur unter Bruch der bisherigen Verfassung zustande gekommen ist und deshalb nichtig ist. Darüberhinaus wird in Übereinstimmung mit den Ordenskaplänen festgestellt, dass die neue Verfassung sich erheblich vom ökumenischen Grundgedanken entfernt.

Mit Dekret entzieht der Großmeister (aus deutscher Sicht widerrechtlich) der Grossballei ihren Status und verfügt den Übertritt in eine "Grand Magistral Commendery of Germany". Eine Mitglieder- und Ordensversammlung in Deutschland gibt im Oktober in Johannisberg mit einem eindeutigen  Mitgliedervotum die Empfehlung ab, zukünftig einen eigenen Weg als "Selbständige und ökumenische Grossballei Deutschland" zu gehen. 

Die Ordensvollversammlung vom 16.Dezember 2006 in BONN / BAD GODESBERG entscheidet einstimmig mit 46 anwesenden, stimmberechtigten  Mitgliedern, die Umsetzung der Empfehlung von Johannisberg aus dem Oktober.

Somit wird es bis zur in Erwartung stehenden Wiedervereinigung des Weltordens nunmehr eine

"Selbständige und ökumenische Großballei Deutschland"

geben.

Triumvirat, Kapitel und Mirglieder des LAZARUS Ordens in Deutschland werden  daraufhin arbeiten, dass es zu der angedachten Wiedervereinigung der getrennten Obidienzen kommt und somit die ökumenische Struktur des Ordens festgeschriebenes Vermächtnis ist!  

2007

Auf der "Potsdamer Konferenz" beschließem im Oktober die Jurisdiktionen von England&Wales, Irland, Österreich, Rumänien, Lichtenstein und Deutschland unter der Führung von Earl Ferres Gespräche und Verhandlungen mit der vereinigten spanischen  und französischen Obidienz aufzunhmen. Der geistliche Protektor des Ordens unterstützt und begrüßt die Entscheidung durch eine Grußbotschaft. In Deutschland gibt es zudem die Wiederaufnahme von Gesprächen zwischen der Großballei und dem Humanitären Europäischen Priorat. Die "Wege in die Zukunft" einer ökumenischen Ordensgemeinschaft sind eingeleitet.

2008

Am 5. September beschließen die deutschen Damen und Ritter in Wien zusammen mit der Norwich Group die Vereinigung mit dem Vereinten Orden, wählen einen neuen Großmeister und werden durch die Vertragsunterzeichnung  am 13.September in Manchester zurück geführt in den nunmehr vereinten Weltorden. Die Norwich Group lößt sich auf,

Als Mitglied im Weltorden trägt die deutsche Justdiktion nunmehr den alten Titel

Großballei Deutschland 
 

wieder. In Deutschland beginnen Gespräche zur nationalen Vereinigung der unterschiedlichen Gruppen der Gemeinschaft. 

2009

Erste Gespräche - die unter dem Segen des Patriachen stehen - zwischen der Großballei und dem Humanitären Großpriorat Europa finden im Januar in Münster statt. Dort wird in großer Übereinstimmung beschlossen gemeinsam an der nationalen Vereinigung zu arbeiten. Das erste der wichtigen Gesprach zur Vereinigung zwischen Großballei und Großpriorat fand am 14.Mai 2009 in Nürnberg statt. Die Vertreter von Großballei und Großpriorat stimmen in dem Ziel einer Vereinigung von Großpriorat und Großballei vollständig überein. Es soll versucht werden, die Voraussetzungen zu schaffen, dass es sobald als möglich eine gemeinsame deutsche Juristdiktion gibt. Ein zweites Abstimmungsgespräch hat in Köln im  Juli stattgefunden. 
Der Besuch des Großmeisters der Kapitelsitzung der Großballei in Mainz zeigte allen Beteiligten, dass der Großmeister bestätigt hat, dass er sicher ist, dass Deutschland auf einem guten Weg zur Vereinigung ist, ein Modell einer zeitbefristeten UNION (gemeinsamer Webauftritt von GB und GP Deutschland,  Humanitären GP Europa, den Erbkommenden, Lazarus Hilfswerk und Deutsche LAZARUS Stiftung) begrüßt der GM ausdrücklich und ermutigt die Verantwortungsträger in Deutschland in Ruhe und mit geschwisterlicher Nähe den begonnenden Prozess fortzusetzen. 
Die großen Internationalen Tage von POTSDAM im November haben gezeigt, dass die Internationale Ordensgemeinschaft großen Anteil an der Ordensarbeit in Deutschland nimmt. Über 230 Ordensgeschwister aus 18 Ländern - an der Spitze der Großmeister und der Patriarch - waren gekommen um gemeinsam mit der Großballei und dem Großpriorat Deutschland und zusammen mit dem Hospitalischen Großpriorat EUROPA diese Tage zu begehen. 

2010

Es finden weiterhin Gespräche zwischen Großriorat und Großballei und gegenseitige Besuche auf Veranstaltungen mit dem Ziel der nationalen Wiedervereinigung in  Deutschland statt. Die bestehende Planung geht von einer Umsetzung der Wiedervereinigung in 2011 aus.

Nach dem Tod des Erbkomtur Kraemer und seiner Frau wurde die Erbkommende Rheinland aufgelöst,da es keine familiären Nachkommen gab. Die Ordensgeschwister der Erbkommende sind weiterhin für den Orden im Humanitären Großpriorat in Europa aktiv und/oder im Lazarus Hilfswerk hospitalisch tätig. Somit stehen in 2010 vier Juristiktionen jeweils mit Sitz in Deutschland unter dem 49. Großmeister.
 

2011 

Die Kapitel der Großballei Deutschland und des Großpriorat Deutschland tagen mehrfach um die Verträge für eine Vereinigung vorzubereiten.  In einem Gespräch in Nürnberg im Juni 2011 vereinbaren S.D. Prinz zur Lippe und Chev. Dr. Schapowahl für das Großpriorat und Chev. Clemens Stroetmann und Chev. Dr. Winter für die Großballei einen Vertragsentwurf und eine Überarbeitung des Statuts. Ein Vereinigungskapitel wird festgelegt.

Auf den LAZARUS Tagen des Großpriorats am 9. und 10. September treten die Ordensversammlungen von Großballei und Großpriorat zusammen und beschließen einstimmig die Vereinigung zum 01. Januar 2012. Einstimmig wählen die Damen und Ritter S.D. Ernst August Prinz zur Lippe zum 3. Großbailli und S.E. Chev. Staatssek. a.D. Clemens Stroetmann zum Bailli und Kanzler.

Der Großmeister wird schriftlich gebeten, die Bestallungen von Großbailli und Bailli / Kanzler zu verfügen und damit die Vereinigung beider Juristdiktioinen in Deutschland zur Großballei Deutschland zu vollziehen. Der Vereinigungsvertrag tritt am 01. Januar 2012 in Kraft.

 
2012 

Im März 2012 trat der 3. Großbailli von seinem Amt zurück.

Mit einem internationalen LAZARUS TAG, einer VIGIL, Festakt und INVESTITUR in welcher der Grand Commander den Bailli einsetzte, wurde vom 27.- 29. April 2012 in BERLIN die Vereinigung  feierlich vollendet.

2013 

Der Orden entwickelt sich in Deutschland sehr positiv weiter. Die Erbkommende Wallendorf und die Großballei verabreden eine gemeinsame Investitur im Mai 2014 in Nierstein abzuhalten. Die Kontakte innerhalb der FÖDERATION LAZARUS in DEUTSCHLAND könnten im Besonderen zum Humanitären Großpriorat Europa gerne intensiver sein.
Innerhalb der Großballei finden neue Ordensgeschwister den Weg über die regionalen Kommenden in den Orden. Die Zahl der Neumitgliedschaften wächst sehr erfreulich.

2015

In Abstimmung mit dem Internationalen Orden wird der Verein "Ritter des Hl. Lazarus zu Jerusalem - Großpriorat in Deutschland e.V." in die Förderation in Deutschland mit vertraglicher Vereinbarung aufgenommen. Ziel ist es den Mitgliedern dieses Vereins einen Eintritt in den Internationalen Orden und in die Großballei Deutschland zu ermöglichen. Der Großmeiser beauftragt die Großballei entsprechende Vorgespräche dazu zu führen. "

 

Stand: Januar 2017