Vereinigungsvertrag 

Vereinbarung zur Herstellung der Einheit des Militärischen und

Hospitalischen Ordens des Heiligen Lazarus von Jerusalem in Deutschland


Präambel
 

Getragen von dem Willen, die Einheit des Militärischen und Hospitalischen Ordens des Heiligen Lazarus von Jerusalem unter der Leitung seines 49. Großmeisters, S. E. Don Carlos Gereda y de Borbón, Marquis de Almazán auch in Deutschland herzustellen, kommen das Großpriorat von Deutschland unter der Leitung des Großpriors, S. D. Ernst August Prinz zur Lippe und die Großballei Deutschland unter Leitung des Triumvirates, das durch den Kanzler, S. E. Clemens Stroetmann, den Justitiar, S. E. Dr. Eckhard Stegenwallner und den Hospitalier, S. E. Dr. Klaus Winter gebildet wird, wie folgt überein:


Artikel 1

Herstellung der Einheit 

Das Großpriorat von Deutschland und die Grosballei Deutschland unter Einbeziehung ihrer Kommenden vereinigen sich mit Wirkung vorn 1. 1. 2012 (Vereinigungstag) zur einzigen und legitimen nationalen Jurisdiktion des Militärischen und Hospitalischen Ordens des Heiligen Lazarus von Jerusalem im Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.
Die Jurisdiktion führt den Namen „Militärischer und Hospitalischer Orden des  Heiligen Lazarus von Jerusalem, Großballei Deutschland“.


Artikel 2

Verfassung 

Die gemeinsame Verfassung der gemäß Art. 1 gebildeten Großballei Deutschland ist vom Vereinigungstag an das Statut der Großballei Deutschland vom 3. Mai 1997 in der am 4. Juni 2011 von den Vertragsparteien erarbeiteten Fassung nach Zustimmung durch die jeweiligen Ordensversammlungen. Das Statut ist als Anlage diesem Vertrag beigefugt.


Artikel 3

Ordensregierung
 

Die hohen vertragsschließenden Parteien stimmen darin überein, dass das Oberhaupt der gemäß Art. 1 gebildeten Großballei Deutschland der Großbailli ist und sie werden unmittelbar nach Unterzeichnung dieser Vereinbarung dem Großmeister vorschlagen, zum Großbailli S. D. Ernst August Prinz zur Lippe zu ernennen.

Sie werden zugleich dem Großmeister vorschlagen, zum Bailli und Stellvertreter des Großbailli S. E. Clemens Stroetmann zu ernennen, der in Personalunion das Amt des Kanzlers der Großballei ausüben wird.

Die hohen vertragsschließenden Parteien stimmen weiterhin darin überein, dass vom Tage der Vereinigung ab das Ordenskapitel der Großballei im Weiteren wie folgt bestellt ist:

Referendar: Dr. Klaus-Dieter Herbst

Hospitalier: Dr. Klaus Winter

Justitiar: Dr. Eckard Stegenwallner

Almosenier: Thorsten Frohnhofer

Trésorier: Dieter Rexrodt

Editor: Richard Wagner

Insignienbewahrer: Dr. Klaus-Dieter Herbst

Archivar: Prof. Dr. Wolf Failing

Ordenskapläne: Pfr. Klaus Buhl, P. Karl Oerder, Pfr. Wolfgang Schöne

Visitator: Margarethe Berger-Böldt

Marschall: Willi Konsek, Martin Käser

ohne Geschäftsbereich: Richard Deutsch, Ernest Josef Finta von Haralyi-Pávai

I. D. Gerlinde Prinzessin zur Lippe, Dr. Florin Nicolescu, Alexander Retzlaff


Der Ehrenbailli der Grosballei Deutschland, S. E. Heinrich Stahl ist Mitglied des Kapitels mit beratender Stimme.


Artikel 4

Übergangsvorschriften 

Die hohen vertragschließenden Parteien vereinbaren, die Amtszeiten aller in Art. 3 genannten Mitglieder der Ordensregierung auf drei Jahre ab dem Vereinigungstag zu begrenzen und für diesen Zeitraum eine Abberufung von Mitgliedern des Ordenskapitels durch den Großsbailli bzw. den Bailli in seiner Stellvertretung nur mit der Maßgabe zuzulassen, dass die Ordensversammlung zuvor ihre Zustimmung erteilt hat.

Für den Zeitraum von drei Jahren ab dem Vereinigungstag werden Investituren der Großballei Deutschland grundsätzlich in Heilsbronn durchgeführt.


Artikel 5

Inkrafttreten 

Dieser Vertrag tritt am Tage der Unterzeichnung in Kraft.

Heilsbronn, 10. September 2011